Reisebeschreibungen & Hobbyfotografie

 

Städtereisen 2019-Kleine Urlaubsreise mit Reisebeschreibungen

Auch für das Jahr 2019 haben wir einige Städtereisen geplant. Unsere erste Städtereise führt uns nach Breslau. Auf diese Urlaubsreise freuen wir uns schon sehr und geniessen den ersten Kurz- Urlaub, für Euch wieder mit ausführlichen Reisebeschreibungen über Breslau. Breslau zählt zu den ältesten und schönsten Städten Polens und ist mit seiner tollen Lage auf 12 Inseln und 112 Brücken auch als "Polens Venedig" bekannt.

Tag 1: Unsere Anreise nach Breslau

Am frühen Vormittag fahren wir von Rodgau entlang der B 43a, A 66,A 7 in Richtung Kirchheim und dann weiter in östlicher Richtung auf der A 4, die uns direkt nach Breslau bringen soll. .....

Auf der Autobahnrastätte

Nach kurzem Beine vertreten und einem Kaffee ging es dann weiter. Kurz nach der ehemaligen innerdeutschen Grenze, nähe Eisenach West, machten wir unsere erste Pause auf einem Rasthof, der damals vor der Wiedervereinigung Deutschlands als Grenzkontrollpunkt diente. Das ehemalige Grenzgebäude wurde als Raststätte umgebaut, die Beleuchtungsmasten sind noch Orginale aus der ehemaligen DDR.

Vorbei an Gera, Dresden und Bautzen ging es weiter in Richtung Görlitz, direkt nach Polen. Klar, man musste schon genau aufpassen wann man in Polen ist, da es keine Grenzkontrolle und keinen Aufenthalt. Einfach tolles Europa. Für meine Frau war es die erste Polenreise und für mich eine Reise voller Neugierde, denn ich war vor ca. 40 Jahren mehrmals in Polen und weiß noch genau wie die Zustände damals dort waren. Also für uns beide eine Reise mit vielen Erwartungen.

Sowjetischer Soldatenfriedhof in Breslau

Entlang der Aleja Karkonoska ist ein Sowjetischer Soldatenfriedhof.Dieser sah sehr beeindruckend groß aus und ist ein gepflegter Park. Gerade in den Kriegsjahren hatte Breslau sehr viel durchgemacht, dazu später etwas mehr auf dieser Seite.

Novohotel Breslau

Novohotel Wroclaw Centrum

Am frühen Nachmittag erreichten wir dann Breslau und wir checkten in unserem Hotel "Novohotel Wroclaw Centrum" unweit der Altstadt ein. Es ist ein 4 Sterne Hotel mit einer Straßenbahnhaltestelle vor der Tür. Diesen Servive nahmen wir aber nicht in Anspruch, da es bis zur Altstadt nur ca. 15 Gehminuten waren. Die Zimmer waren modern eingerichtet mit Safe, Klimaanlage und kostenfreiem W-LAN. Ein Restaurant und eine Bar waren ebenfalls vorhanden.

Städtetour in Breslau

Unser Hotelzimmer

Ein weiterer Service stand den Hotelgästen zur Verfügung: wer auf Auto, Straßenbahn oder Fußmärsche verzichten wollte, hatte die Möglichkeit die hoteleigenen Fahrräder oder sein eigenes Rad zu benutzen. Eine kleine Reparaturservicestaion stand vor dem Hoteleingang.

Novohotel Breslau

Reparaturstation

Nachdem wir uns im Zimmer etwas frisch gemacht und alles erkundet hatten, machen wir uns sogleich auf den Weg in die alte Innenstadt von Breslau. Ziel war es das "HardRockCafe" zu finden, um meine Sammlung mit T-Shits um ein weiteres zu ergänzen. Zuvor war es aber notwendig, Geld zu tauschen. Obwohl Polen seit 2004 Mitglied der EU ist, verzichten sie nicht auf ihren Zloty. Zur Zeit ist der Kurs bei ca. 1 : 4,2. Man sollte sich auch immer seriöse Wechselstuben suchen, denn es kann auch vorkommen, dass schlechter gewechselt wird. Am besten immer im Internet oder Hotel erkundigen.

Vom Hotel ging es dann an der Powstancow Slaskich in nördlicher Richtung direkt in die Alstadt. Hierbei ist uns aufgefallen, dass es auch hier gute und breite Radwege gibt. Nach wirklich knapp 20 Minuten Fußweg hatten wir den Marktplatz der Alstadt erreicht. Dort befand sich auch das "HardRockCafe Breslau".

Detlef Weiss vor dem Hardrockcafe in Breslau

Das T-Shirt war schnell gekauft und nun hatten wir Zeit einen ersten Rundgang über den Marktplatz zu machen. Dieser mittelalterliche Platz ist Fußgängerzone und mit seinen zahlreichen bunten Häusern ein echter Hingucker. Ohne Frage, einer der schönsten Plätze in Europas.

Breslauer altes Rathaus

Das alte Rathaus von Breslau mit seiner prachtvollen Fassade und seiner Astronomischen Uhr wurde im 20. Jahrhundert rekonstruiert. Breslauer Marktplatz

Breslauer Marktplatz

Nachdem wir uns den Marktplatz mit seinen Sehenswürdigkeiten angeschaut hatten, verspürten wir Hunger. So suchten wir uns ein nettes Lokal, um dort zu speisen. Unser Favorit war das Restauracja Cesarsko-Królewska, weil es auch eine Speisekarte mit deutscher Beschriftung gab. Und sehr gemütlich mit netter Bedienung und Service war es auch.

Detlef Weiss isst Bigosch, ein polnisches Nationalgericht

Als Vorspeise gönnte ich mir Bigosch, ein polnisches Nationalgericht.

Schlesische Küche

Als Hauptgericht wählte ich Schlesiche Knödel mit Schweinebraten, sehr lecker.

Meine Frau wählte ähnliches und zusammen mit Getränken, ein großes Bier und eine Cola, zahlten wir knapp 40 Euro. Preiswert fanden wir.

Völlig satt machten wir uns dann zu unserem Hotel auf. Vorbei an der Oper Breslau hatten wir es dann auch bald geschafft und fielen müde ins Bett.

Oper Breslau

Oper Breslau

Novohotel bei Nacht

Unser Hotel bei Nacht

Tag 2 : Stadtrundfahrt und Oder-Schifffahrt

Heute Vormittag nahmen wir an eine Stadtbesichtigung mit qualifizierter Reiseleitung teil, hier erfuhren wir noch ein paar Informationen über die Stadt Breslau.

Eine gute Beschreibung über die Geschichte der Stadt habe ich hier im Internet gefunden, so dass Ihr bei Interesse selbst nachlesen könnt und diese stimmen auch mit den Erzählungen unseres Reiseleiters überein. HIER

So erfuhren wir auch, dass heute 85 % der Polen Eingentumswohnungen besitzen und die Arbeitslosigkeit um die 2 % liegt, polnische Spargelstecher nach Deutschland kommen und ukrainische Spargelstecher in Polen arbeiten-komische Welt.

Markthalle Breslau

Unseren Rundgang starteten wir an der Markthalle in Breslau. Sie wurde 1906 erbaut und liegt direkt an der Oder an der Piaskowski-Brücke am Rande des Universitätsviertels.

Papst Johannes Paul II

Denkmal für den Polnischen Papst Johannes Paul II.

Weiter ging es über die Most Tumski zum Anlieger der Schiffe. Die Most Tumski ist eine genietete Stahlfachwerkbrücke und wurde 1889 erbaut und hieß bis 1945 Dombrücke. Heute nennt man die Most Tumski auch die "Brücke der Verliebten".

Most Tumski-Die Brücke der Verliebten

Brücke der Verliebten

Hier sieht man auch ganz deutlich, warum sie "Brücke der Verliebten" genannt wird. Wohl tonnenweise Schlösser, arme Brücke.

Oderschifffahrt in Breslau

Wir starteten nun unsere Schifffahrt auf der Oder. Sie war sehr schön und wir hatten dann auf der Rückfahrt eine tolles Panorama zur Dominsel.

Panorama zur Dominsel

Panorama zur Dominsel

Nach der Schifffahrt ging es dann gleich weiter. Da wir ja Städtetouren lieben, überquerten wir wieder die "Brücke der Verliebten" und machten uns auf den Weg um den Dom zu besichtigen.

Residenz des Erzbischofs

Auf dem Weg zum Dom liefen wir auch an der Residenz des Erzbischofs vorbei.

Breslauer Dom

Der Dom in Breslau, die Kathedrale St. Johannes der Täufer, gehört zu den wertvollsten Baudenkmälern der Stadt und wurde in den Jahren 1244 bis 1341 erbaut und ist mit seinen fast 100m hohen Türmen ein Wahrzeichen der Stadt.

Detlef Weiss-Altar im Dom von Breslau

Innenansicht im Dom

Jahrhunderthalle

Die Jahrhunderthalle ist eine Veranstaltungshalle aus Stahlbeton, die von 1911 bis 1913 in Breslau errichtet wurde.Sie ist UNESCO Welterbe und fasst ca. 6000 Sitzplätze und wird gegenwärtig für kulturelle Veranstalungen, Sportveranstaltungen und Messen genutzt. 1948 wurde vor dem Haupteingang die Nadel, Iglica mit 100 Meter Höhe aufgestellt und zählt ebenfalls zu den Wahrzeichen Breslaus.

Iglica

Iglica, die "Nadel" vor der Jahrhunderthalle in Breslau

Jahrhunderthalle mit Nadel

Jahrhunderhalle mit Nadel

Unsere Stadtführung endete dann auf dem Marktplatz und es gab noch ein paar gute Tipps vom Reiseführer zum Schoppen und für Lokale, in denen man gut essen kann. Wir machten uns dann aber ersteinmal auf den Weg um den Bahnhof in Breslau zu suchen, denn es gab den Tipp vom Reiseleiter, dass dieser sehr schön sein soll. Er wurde in den Jahren 1855-1857 erbaut und ist im Stil der Tudorgotik erbaut und ist der größte Fernbahnhof der niederschlesischen Stadt Breslau.

Bahnhof Breslau

Bahnhof Breslau

Im Bahnhof verstecken sich ein paar Architekturschätze, viele Säle und viele Ecken die es zu entdecken gilt. Wir glauben der Bahnhof hätte viel zu erzählen, wenn er könnte, denn er war auch der erste große Bahnhofsbau im Deutschen Reich.

Zwerge in Breslau

Zwerge in Breslau - Die Zwerge (Bronzefiguren ca. 30 cm hoch) sind überall in Breslau anzutreffen. Ihre Geschichte ist eigentlich ganz einfach. 1989 machte eine Künstlergruppe "Orange Alternative" mit friedlichen Aktionen gegen den Kommunismus und das Regime auf sich aufmerksam. Bei Demonstrationen in Zwergenkostümen oder wenn die Polizei Antikommunistische Parolen überstrich, sprühten die Oppositionellen Zwerge drauf. So wurde der Zwerg zum Symbol des politischen Widerstands. So tauchten nach der Wende in Polen die ersten Zwerge auf. Im Sommer 2018 waren es bereits 600 Zwerge. Wieviele es im April 2019 sind konnten wir leider nicht erfahren.

Zwerg

Untergang

Auch diese Bronzefiguren erinnern an die Wende in Polen. An der Straße Jozefa Pilsudskiego Ecke Swidnicka gibt es auf beiden Seiten der Strasse diese Figuren, geschaffen vom Künstler Jerzy Kalina. Symbolisch steigen die Personen auf der einen Seite der Strasse in den Abgrund dies soll den Untergang des Sozialismus darstellen, so sagte es uns unser Stadtführer.

Aufstieg in die Demokratie

Auf der anderen Seite der Strasse taucht diese Personengruppe wieder auf, diesmal als Symbol für den Aufstieg in die Demokratie. Der Künstler nannte seine Arbeit auch "Marsch auf die andere Seite".

Marktplatz Breslau

Nun schlenderten wir noch etwas über den schönen Marktplatz und suchten uns dann ein nettes Lokal wo wir dann unser Abendessen zu uns nahmen.

Brunnen auf dem Marktplatz in Breslau

Brunnen auf dem Marktplatz in Breslau

Abends in Breslau

Nach gutem Essen und sehr müde machten wir uns dann wieder auf den Weg zum Hotel.

Tag 3: Kurztrip in das Riesengebirge

Bevor es am frühen Morgen zum Trip ins Riesengebirge ging, waren wir sehr überrascht als wir das Hotelzimmer verliessen, denn vor jedem Hotelzimmer stand ein Schokoladenosterhase. Es war Ostersonntag.

Detlef Weiss findet Osterhasen in Breslau

Detlef Weiss feiert Ostern in Polen

Sogar in den Aufzügen des Hotels konnte man Ostergrüße lesen. Sehr schön und ich fand schon die Schrift als Jugendlicher als ich das erste Mal in Polen war sehr dekorativ.

Striegau

Striegau

Von Beslau fuhren wir über Striegau, Karpacz nach Jelina Gora.

Es war eine sehr schöne Fahrt durch das Land "Rübezahls", einem Berggeist des Riesengebirges, der seit Jahrhunderten in Sagen beschrieben wird. Auch als "Herr der Berge" wird er beschrieben.

Riesengebirge

Was für ein herrlicher Blick zum schneebedeckten Riesengebirge. Das Riesengebirge ist eine natürliche Grenze zwischen Schlesien (Polen) und Böhmen (Tschechien).

Schneekoppe

Der höhste Berg des Riesengebirges ist die Schneekoppe mit 1602 m.

Schloss Schildau

Schloss Schildau

Schloss Lomnitz

Schloss Lomnitz

Im Park vom Schloss Lomnitz

Das Schloss Lomnitz befindet sich in Lomnica und ist ein schickes Hotel mit Bauerhof, Restaurants und Biergarten. Auch werden hier Ausstellungen, Konzerte und andere Veranstaltungen durchgeführt. Ein Besuch lohnt sich, erstrecht ein Bummel durch den Park mit direktem Blick auf das Riesengebirge.

Kleiner Gutshof am Schloss Lomnitz

Gegenüber dem Schloss Lomnitz befindet sich ein kleiner ehemaliger Gutshof, der mit einer Bäckerei und ländlichen Produkten, Souveniers und Handwerksprodukten lockt. Hier kann man erfahren wie, das Leben und Arbeiten in früheren Zeiten stattfand. In einem Selbstbedienungslokal bekommt man auch leckeren Kuchen und Kaffee. Dieses Angebot konnten wir leider nicht in Anspruch nehmen, da zu viele Touristen zur gleichen Zeit eintrafen und sich eine lange Schlange an der Theke gebildet hatte.

 

Also fuhren wir weiter nach Jelina Gora ( Hirschberg ) und besichtigten die Kreuzerhöhungskirche (Gnadenkirche)

Kreuzerhöhungskirchen in Jelina Gora

Kreuzerhöhungskirche (Gnadenkirche) in Jelina Gora

Jelina Gora

Laubengänge am Marktplatz

Rathaus Jelina Gora

Am Rathausplatz in Jelina Gora (Hirschberg)

Jelina Gora (Hirschberg) in der Woiwodschaft Niederschlesien liegt am Fuße des Riesengebirges und zählt ca. 80.500 Einwohner.

Nachdem wir die Fülle an Sehenswürdigkeiten abgelaufen sind, besonders hat uns hier die langgezogene Fußgängerzone an der Straße zum 1. Mai gefallen, machten wir uns wieder auf den Weg zurück nach Breslau.

Und was macht man nachmittags in einer solch schönen Stadt? Richtig, wir besuchten nochmals den Marktplatz.

St.Corpus Christi Kirche

St.Corpus Christi Kirche

Breslau

Unterwegs in Breslau

Abendessen in Breslau

Letztes Abendessen in Breslau

Nachdem wir uns wieder ein nettes Lokal auf dem Marktplatz gesucht hatten, haben wir nochmal gut gegessen und die Seele baumeln lassen und die schönen Eindrücke aufgenommen.

Marktplatz Breslau

Abends auf dem Marktplatz in Breslau.

 

Tag 4: Heimfahrt nach Rodgau

Unsere kleine Urlaubsreise geht nun leider zu Ende. Denn heute treten wir unsere Heimreise an.

Vorbildliche Rettungsgasse

Nachdem wir im Autoradio gehört hatten, dass sich in 20 Kilometern ein Unfall ereignet haben soll, konnten wir beobachten wie sich eine vorbildliche Rettungsgasse bildete. Warum geht es nicht immer so, wenn man sich in einem Stau befindet ?

 

Fazit unserer ersten Städtereise in diesem Jahr : Polen ist ein sehr schönes Reise- und Urlaubsland. Bei weitem wohl besser als sein Ruf. Die Leute waren nett und freundlich. Die Städte sauber und gepflegt. Und sicher benötigt man sehr viele Tage mehr, um diese Stadt richtig erkunden zu können. Negativ war, wie bereits erwähnt, das Geld umtauschen musste, obwohl Polen Mitglied der EU ist.

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Sonstige Fotografie

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Breslau-Marktplatz

"Marktplatz in Breslau am Abend". April 2019

Externe Links

 
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